Was jede Ehe braucht

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen, dieses Heft zu lesen. Ich teile Ihnen gerne mit, dass das, was darin geschrieben steht, auf der Bibel gegründet ist. Und das ist wichtig, weil die Bibel Gottes Wort ist. Und Gottes „Wort ist Wahrheit“ (Johannes 17,17)

Zuerst lernen wir aus der Bibel ein Ehepaar kennen, das im ersten Jahrhundert lebte. Es steht geschrieben im Neuen Testament im Lukasevangelium 1,5-14:
„In den Tagen des Herodes, des Königs von Judäa, lebte ein Priester mit Namen Zacharias, aus der Abteilung Abijas; und seine Frau war von den Töchtern Aarons, und ihr Name war Elisabeth.
 Sie waren aber beide gerecht vor Gott und wandelten untadelig in allen Geboten und Rechtsbe- stimmungen des Herrn. Und sie hatten kein Kind, weil Elisabeth unfruchtbar war; und beide waren in fortgeschrittenem Alter. Es geschah aber, als er seinen Priesterdienst vor Gott verrichtete, zur Zeit, als seine Abteilung an die Reihe kam, da traf ihn nach dem Brauch des Priestertums das Los, dass er in den Tempel des Herrn gehen und räuchern sollte. Und die ganze Menge des Volkes betete draußen zur Stunde des Räucherns. Da erschien ihm ein Engel des Herrn, der stand zur Rechten des Räucheraltars. Und Zacharias erschrak, als er ihn sah, und Furcht überfiel ihn. Aber der Engel sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias! Denn dein Gebet ist erhört worden, und deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Johannes geben. Und er wird dir Freude und Frohlocken bereiten, und viele werden sich über seine Geburt freuen.“

Dieses Ehepaar kam aus Israel. Der Ehemann hieß Zacharias und die Ehefrau hieß Elisabeth. Weil sie auf den Seiten der Heiligen Schrift erwähnt werden, dürfen wir daraus verstehen, dass dieses Ehepaar ein Beispiel für uns ist. Jeder Mensch, von dem die Schrift spricht, ist ein Beispiel; wir lernen entweder was wir als Mensch tun sollen oder was wir als Mensch nicht tun sollen. In diesem Fall ist das Beispiel ein Gutes Beispiel der Ehe. Deshalb können wir von Zacharias und Elisabeth das lernen, was jede Ehe braucht.

Nun beginnen wir das zu entdecken, was jede Ehe braucht, aufgrund der Stellen aus dem ersten Kapitel des Lukasevangeliums. Das, was wir entdecken, könnte Ihr Leben und Ihre Ehe total ändern. Es gibt in diesen Bibelstellen 4 Wahrheitsbereiche, die jedes Ehepaar und jedes mögliche zukünftige Ehepaar verstehen sollte. Das heißt: dieser Inhalt gilt auch für Singles und unverheiratete Paare.

Vor allem braucht jede Ehe unbedingt Jesus Christus! Ohne Jesus Christus kann keine Ehe funktionieren, wie sie funktionieren soll. An dieser Stelle sollte man etwas über Jesus Christus verstehen. Kolosser 1,16-17 sprechen das Folgende über Jesus: „Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sicht- bare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen: und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm.“ Diese Bibelstelle macht deutlich, dass Jesus selbst der Schöpfer ist. Er ist auch das Ziel der Schöpfung; denn alles wurde für ihn geschaffen. Das bedeutet dann: Jesus Christus ist der Sinn des Lebens. Wer Jesus hat, hat alles, was man braucht! Und wer Jesus nicht hat, hat eigentlich gar nichts. Davon dürfen wir konkret ableiten, dass jede Ehe den Herrn Jesus Christus dringend braucht. Und wenn jede Ehe Jesus braucht, heißt das: jeder Mensch braucht Ihn!

Jetzt schauen wir zu Zacharias und Elisabeth. Beide hatten Jesus, den Sinn des Lebens. Das ist klar, weil die Bibel sagt: „Sie waren aber beide gerecht vor
Gott“ (Lukas 1,6). Die Menschheit ist aber aus sich selbst vor Gott nicht gerecht. Wir alle sind böse Sünder vor Gott. Es steht geschrieben in der Bibel: 

„Es ist keiner gerecht, auch nicht einer. Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten“

Römer 3,10.23

Die Bibel sagt dazu: „Wir sind ja allesamt geworden wie Unreine und alle unsere Gerechtigkeit wie ein beflecktes Kleid. Wir sind alle verwelkt wie die Blätter, und unsere Sünden trugen uns fort wie der Wind“ (Jesaja 64,5). So sieht Gott unsere eigene Gerechtigkeit an ― ein beflecktes Kleid. Der Mensch ist bestenfalls immer noch ungerecht vor Gott.

Es gibt eine hervortretende Eigenschaft bezüglich der Gerechtigkeit, die Zacharias und Elisabeth besaßen ― Sie warengerecht vor Gott. UnsereeigeneGerechtigkeit reicht einfach nicht; wir brauchen Gottes Gerechtigkeit.

„Denn Christus ist das Ende des Gesetzes zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt.“

Römer 10,4

Zacharias und Elisabeth besaßen wirklich die Gerechtigkeit Gottes. Aber wie? Wie kann man Gottes Gerechtigkeiterhalten? DurchdenGlaubenanJesus Christus! Das Wort Gottes drückt aus, dass „aus Werken des Gesetzes kein Fleisch vor ihm (Gott) gerechtfertigt werden kann: denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde. Jetzt aber ist außerhalb des Gesetzes die Gerechtigkeit Gottes offenbar gemacht worden, die von dem Gesetz und den Propheten bezeugt wird, nämlich die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle [kommt], die glauben” (Römer 3,20-22).

Wenn jemand versteht, dass er ein Sünder ist und deshalb vor Gott nicht gerecht ist, soll er zu Gott im Glauben kommen, um gerechtfertigt zu werden. Wieso soll man an Jesus glauben? Weil Er für uns starb, als wir noch Sünder waren (Romer 5,8). Die Strafe für die Sünde ist der Tod (Römer 6,23). Diese Strafe bezahlte Jesus schon für uns. Er hat unsere Sündenschuld vor Gott voll bezahlt, indem Er unsere Sünde auf sich nahm und am Kreuz an unserer Stelle starb. Man soll an Jesus glauben nicht nur weil Er für uns starb, sondern auch, weil Er nach seinem Tod wieder auferstand. Römer 4,25 deklariert, dass Jesus „um unserer Rechtfertigung willen auferweckt worden ist.“ Da Jesus Christus der Retter für Sünder starb und danach wieder auferstand, dürfen Sünder vor Gott gerechtfertigt werden. Jeder Sünder!

Jeder, der sich zu Gott umkehrt und an Jesus Christus als

den für ihn gekreuzigten und auferstandenen Retter glaubt, wird aus Glauben gerechtfertigt werden.
Zacharias und Elisabeth waren beide vor Gott gerecht, weil sie an Gott den Retter glaubten. Gott schenkt Seine Gerechtigkeit aufgrund des Glaubens an Jesus. Der Ehemann und die Ehefrau beide brauchen den Retter. Ohne Ihn wäre die Ehe nicht, was sie sein sollte oder sein könnte. Aber das Ehepaar, das an Jesus glaubt, darf mit Zuversicht in die Zukunft gehen und ihre Ehe von der Bibel führen lassen.

Jede Ehe braucht Gottes Wort!

Zweitens, lernen wir, dass jede Ehe Gottes Wort braucht. Lukas 1,6 sagt über Zacharias und Elisabeth, dass sie„wandelten untadelig in allen Geboten und Rechtsbestimmungen des Herrn.“ Daraus ersehen wir, dass Gottes Wort ein Teil ihres Alltags war.

Erstens, soll jeder an Jesus glauben. Nur dann kann man die Ehe richtig führen. Außerdem soll jeder, der an Jesus glaubt, sein Leben und seine Ehe nach der Bibel führen. Zacharias und Elisabeth übten Gottes Wort aus. Sie praktizierten es in ihrem Alltag. Wenn es um das Wort Gottes ging, wandelten sie „in allen“ was darin geschrieben war. Das zeigt, dass Gottes Wort ihnen eine Priorität war. An dieser Stelle, müssen wir etwas verstehen. Das ganze Wort Gottes ist Ihnen nicht geschrieben, aber das ganze Wort Gottes ist für Sie geschrieben. Der Gläubige muss das Wort Gottes recht teilen und alles, was für ihn gilt, befolgen. Man kann sicher von den Stellen, die für uns heute nicht gelten, auch etwas Praktisches lernen.

„Denn alles, was zuvor geschrieben worden ist, wurde zu unserer Belehrung zuvor geschrieben, damit wir durch das Ausharren und den Trost der Schriften Hoffnung fassen.“

Römer 15,4

Weiterhin lernen wir aus diesem Text, dass Gottes Wort die Ehe von Zacharias und Elisabeth durchdrang. Sie „wandelten untadelig“ im Wort Gottes. Das heißt: sie befolgten Gottes Wort ehrlich und beständig. Das meint nicht, dass sie vollkommen waren, sondern dass niemand sie mit Recht tadeln konnte. Jede Ehe braucht Gottes Wort zur Ordnung und Führung und zum Erfolg. Jetzt kommen wir zum Dritten, was jede Ehe braucht.

Jede Ehe braucht Gebet!

Wer an Jesus glaubt und sein Leben und seine Ehe nach der Bibel führt, soll auch ein Gebetsleben haben. Die Bibel legt offen, dass Zacharias ein Mann des Gebets war. Lukasevangelium 1,13 sagt, „dein Gebet ist erhört worden.“ Er betete bezüglich eines Problems in seiner Ehe ― seine Frau war unfruchtbar. Das bedeutete nicht,

dass sie eine schlechte Frau war. Trotzdem war das für sie beide schwierig und es war eine Last für ihre Ehe. Gott behob dieses Problem, nachdem Zacharias betete. Das Gebet ist für die Ehe wesentlich!

Der Ehemann und die Ehefrau sollten füreinander und miteinander beten. Sie sollten über die Angelegenheiten ihrer Ehe beten. Die Bibel hat viel über das Gebet zu sagen. Zum Beispiel: „Sorgt euch um nichts; sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden. Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus!“ (Philipperbrief 4,6-7). Wer sich um etwas sorgt, soll darüber beten. Gott will unsere Stimmen hören. Er freut sich über das Gebet Seiner Kinder. Er hält Seinen Frieden für die betende Nachfolger Jesu Chrisi bereit! Das Ehepaar soll in allem durch Gebet seine Anliegen vor Gott kundtun.

Der Kolosserbrief beinhaltet die folgenden Worten: „Seid ausdauernd im Gebet und wacht darin mit Danksagung“ (4,2). Außerdem belehrt das Wort Gottes den Gläubigen an Jesus Christus: „Freut euch allezeit! Betet ohne Unterlass! Seid in allem dankbar; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch“ (1. Thessalonicherbrief 5,16-18).

Jetzt kommen wir zu Zacharias und Elisabeth zurück. Gebet bereicherte ihre Leben und ihre Ehe.
Diesbezüglich steht es geschrieben: „Aber der Engel sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias! Denn dein Gebet ist erhört worden, und deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Johannes geben. Und er wird dir Freude und Frohlocken bereiten, und viele werden sich über seine Geburt freuen“ (Lukas-evangelium 1,13.14). Auch die Bibel berichtet davon, was Elisabeth über Gottes Werk in ihrem Leben und ihrer Ehe als Antwort auf das Gebet sagte: „So hat der Herr an mir gehandelt in den Tagen, da er mich angesehen hat, um meine Schmach unter den Menschen hinwegzunehmen!“ (Lukas 1,25). Viele Menschen sind vom Gebet beeinflusst. Laut der Bibelstelle aus Lukasevangelium Kapitel 1 wurden nicht nur Zacharias und Elisabeth durch Gebet gesegnet, sondern auch viele andere Menschen. In Beantwortung des Gebets ändert Gott Situationen, löst Gott Probleme, zeigt Gott seine Kraft, usw. Manchmal lässt Gott aber alles unverändert, trotz der Gebete Seiner Kinder. In diesen Zeiten ändert Gott den Menschen, der betet. Bestimmt braucht jede Ehe das Gebet ― auch meine und Ihre Ehe. Als Nächstes konzentrieren wir uns auf das Vierte, was wir von Zacharias und Elisabeth lernen.

Jede Ehe braucht den Heiligen Geist!

Bei diesem vierten Leitgedanken wählte ich ein Bild von einer Taube, da sie in der Schrift den Heiligen Geist symbolisiert (siehe Matthäusevangelium 3,16; Lukasevangelium 3,22). Aus der Schrift ist es deutlich,

dass Zacharias und Elisabeth den Einfluss und die Kraft des Heiligen Geistes erlebten. Es steht geschrieben: „Elisabeth wurde mit Heiligem Geist erfüllt“ (Lukas 1,41). Und das Gleiche steht über Zacharias geschrieben, „Zacharias wurde mit Heiligem Geist erfüllt“ (1,67). Beide waren mit dem Geist Gottes erfüllt. D.h.: sie wurden vom Heiligen Geist beherrscht.

Wer an Jesus glaubt, sein Leben und seine Ehe nach der Bibel führt, und regelmäßig zu Gott betet, soll auch mit dem Heiligen Geist erfüllt werden. Jeder Gläubige an den Herrn Jesus hat den Geist Gottes, denn der Epheserbrief 1,13 legt offen: „In ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Errettung, gehört habt — in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung.“ Die Frage, für den Gläubigen, ist nicht, haben Sie Gottes Geist? sondern, Sind Sie mit Ihm erfüllt?

Zweifellos braucht jede Ehe den Einfluss und die Kraft des Geistes Gottes. Jeder Ehemann und jede Ehefrau sollen vom Heiligen Geist beherrscht werden. Wie läuft es bei Ihnen in Ihrem Leben und Ihrer Ehe? Stellen Sie Ihren Willen und Wege der Herrschaft des Herrn Jesus

Christus unter? Wenn nicht werden Sie die Erfüllung des Heiligen Geistes nicht erleben.

Eine der bedeutendste Bibelstellen über die Ehe ist Epheser 5,18-6,4. Im Kontext dieser Stelle geht es um das Gebot Gottes, dass Seine Nachfolger, erfüllt mit dem Geist sein sollen. Und wir beschäftigen uns momentan mit der Ehe. Beide Personen der Ehe, Mann und Frau, müssen Geisterfüllt sein. Zacharias war! Elisabeth auch! Wenn einer von beiden nicht geisterfüllt ist, wird die Ehe aus dem Gleichgewicht kippen. Wenn beide aber geisterfüllt sind, erleben und genießen sie in der Ehe ein wunderbares geistliches Gleichgewicht, das Gott verherrlicht. Ja, wenn beide geisterfüllt sind, ist der Herr Jesus Christus unbestritten das Thema der Ehe, weil der Heilige Geist vor allem Jesus Christus verherrlicht!

Jetzt kommen wir zum Schluss. Wir haben 4 wichtige Wahrheitsbereiche der Ehe betrachtet.

Jede Ehe braucht (1) Jesus, (2) das Wort Gottes, (3) Gebet, (4) den Heiligen Geist. Die letzten drei sind für Nachfolger Jesu Christi gemeint, aber der erste ist für verlorene Menschen gemeint. Die Verlorenen spreche ich jetzt wieder an. Ich meine Menschen, die noch nicht zu Gott umgekehrt sind und an den Herrn Jesus als Retter glauben. Wenn das für Sie zutrifft, lesen Sie bitte den ersten Teil nochmal. Und wenn Sie erkennen, wer der Herr Jesus Christus ist und was Er für Sie getan hat, setzen Sie Ihr ganzes Vertrauen auf Ihn! Kehren Sie zu Gott um. Glauben Sie an den Herrn Jesus als den für Sie gekreuzigten und auferstandenen Retter! Rufen Sie zu Gott und sagen Sie Ihm, dass Sie ein Sünder sind und bitten Sie Ihn um Sündenvergebung! „Siehe, jetzt ist die angenehme Zeit; jetzt ist der Tag des Heils!“ (2. Korintherbrief 6,2).

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