Dem unbekannten Gott

Apostelgeschichte (im folgenden mit „Apg“ gekürzt) 17,15-34 ist ein Bibeltext, worin wir Religionen, Weltanschauungen, Kultur und den lebendigen Gott sehen.

Der Hintergrund:
Ein Mann Namens Paulus, der ein Diener Gottes war, kam in der Stadt Athen an. Er sah, dass die Stadt voller Götzendienst war. Das heißt, diese Stadt war voller Menschen, die verschiedene Götter anbeteten und somit unterschiedliche Weltanschauungen besaßen. Dort gab es viele religiöse Menschen. Laut dem Bibeltext lebten in Athen unter anderem Juden, Gottesfürchtige, Philosophen, und neugierige Menschen (Apg. 17,17.18.21).

Die Begegnungen: Paulus hatte Unterredungen mit den Juden und Gottesfürchtigen in der Synagoge (Apg.17,17). Täglich kam er ins Gespräch mit Menschen auf dem Marktplatz (ebd.). Zudem traf er auf Philosophen, die sich mit ihm maßen (Apg.17,18). Manche fragten, >>Was will dieser Schwätzer wohl sagen? Andere aber: Er scheint ein Verkündiger fremder Götter zu sein! Denn er verkündigte ihnen das Evangelium von Jesus und der Auferstehung.<< (ebd.). 

Das Evangelium ist die gute Botschaft der Errettung des verlorenen Menschen durch Jesus Christus, der für unsere Sünden starb, begraben wurde, und dann wieder auferstand (1.Korintherbrief 15,3.4).

Die Ergreifung: 

„Und sie ergriffen ihn und führten ihn zum Areopag und sprachen: Können wir erfahren, was das für eine neue Lehre ist, die von dir vorgetragen wird? Denn du bringst etwas Fremdartiges vor unsere Ohren; deshalb wollen wir erfahren, was diese Dinge bedeuten sollen!“

Apostelgeschichte 17,19-20

Als Paulus den Menschen begegnete, begegneten die Menschen dem Evangelium Jesu Christi, denn Paulus war ein Nachfolger Jesu und erklärte ihnen das Evangelium von Ihm. Diese neue fremdartige Lehre, die von diesem scheinenden Verkündiger fremder Götter verbreitet wurde, ergriff die Menschen.

Infolgedessen ergriffen sie Paulus und führten ihn zum Areopag. >>Areopag war der Name eines Hügels in Athen und zugleich die Bezeichnung des dort ansässigen obersten Rates von Athen, der vor allem für sittliche und religiöse Angelegenheiten zuständig war.<< (Fußnote zu Apg. 17,19 Schlachterbibel 2000).

>>Dem unbekannten Gott<<: Gottes Diener befand sich am Areopag unter einer Menge Menschen mit mehreren Glaubensrichtungen, Glaubenssystemen, Kulturen und Weltanschauungen. 
Er sprach,

Ihr Männer von Athen, ich sehe, dass ihr in allem sehr auf die Verehrung von Gottheiten bedacht seid! Denn als ich umherging und eure Heiligtümer besichtigte, fand ich auch einen Altar, auf dem geschrieben stand: »Dem unbekannten Gott«. Nun verkündige ich euch den, welchen ihr verehrt, ohne ihn zu kennen. Der Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde ist, wohnt nicht in Tempeln, die von Händen gemacht sind; er lässt sich auch nicht von Menschenhänden bedienen, als ob er etwas benötigen würde, da er doch selbst allen Leben und Odem und alles gibt.

Apostelgeschichte 17,22-25

Paulus predigten den Athenern und dort wohnenden Einwanderern das Evangelium von Christus, nämlich dass Jesus Christus der Sohn Gottes in diese Welt kam, und dass er unsere Sünden auf sich nahm und stellvertretend für uns alle starb; dann wurde er begraben, jedoch ist Er am dritten Tag auferstanden. Paulus redete weiter, und sagte ihnen dass er den unbekannten Gott verkündigen würde. Das tat er, indem er Nachstehendes über Gott erläuterte (vgl. Apg. 17,23-31):

  • Er machte die Welt und alles was darin ist.
  • Er ist der Herr des Himmels und der Erde und wohnt nicht in von menschenhandgemachten Tempeln.
  • Er benötigt nichts, sondern Er gibt selbst allen Leben,Odem, und Alles.
  • Er will dass wir zu Ihm kommen und Er ist wirklich jedem Einzelnen von uns nicht ferne.
  • Da Er uns Menschen geschaffen hat, ist es unvernünftig wenn wir meinen, dass Gott sei irgendeinemGebilde menschlicher Kunst oder Erfindung gleich.
  • Er gebietet allen Menschen Buße zu tun, weil Er aneinem festgesetzten Tag richten wird, durch den von Ihm bestimmten Mann. Dieser starb, aber wurde schon aus den Toten auferweckt. (Dieser kann niemand anders als Jesus Christus, der Gott im Fleisch war, sein; vgl. auch Johannes 5,21-23).

Die Reaktionen (Apg.17,32-34):
Manche spotteten. Andere zauderten. Einige glaubten. Ist Ihnen diese Botschaft von dem Herrn Jesus, der sowohl der Schöpfer als auch der Retter ist, etwas Fremdartiges? Wie reagieren Sie augenblicklich auf Gottes Wort und Evangelium? Am besten entscheiden Sie sich jetzt für den Herrn Jesus. Wir alle sind Sünder. Bitte kehren Sie sich zu Gott um und glauben Sie dem Evangelium Jesu Christi!